10 Denkfehler, die Coaches im Business-Aufbau zurückhalten – und wie du sie überwindest
- Jen Gremm
- 4. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Juli
Vor ein paar Jahren saß ich mit einer Gründerin in unserem ersten Mentoring-Call. Sie hatte eine starke Vision, ein gutes Gespür für Menschen und bereits erste Kundenerfahrungen – doch sie war wie blockiert.
„Ich weiß genau, was ich sagen will – aber irgendwie traue ich mich nicht, rauszugehen. Ich bin doch noch ganz am Anfang …“
Diesen Satz habe ich nicht nur oft gehört, ich habe ihn früher auch selbst gedacht.Heute, mit einer eigenen Branding- und Marketingagentur und vielen begleiteten Gründer:innen später, weiß ich: Es sind oft nicht die Strategien, die fehlen – sondern die inneren Überzeugungen, die uns zurückhalten.
Deshalb teile ich heute mit dir die 10 häufigsten Denkfehler, die ich bei Coaches, Berater:innen und Startups sehe – und wie du sie nachhaltig auflöst.
1. „Ich muss erst alles wissen, bevor ich starten kann.“
Viele Coaches glauben, sie brauchen noch mehr Wissen, bevor sie sich zeigen dürfen. Noch ein Zertifikat. Noch ein Kurs. Noch mehr Sicherheit.
Die Wahrheit ist:Kompetenz entsteht nicht nur durch Lernen, sondern durch Anwenden. Deine Zielgruppe will keine Perfektion – sie will Ergebnisse und Klarheit.
Starte mit dem, was du hast – und entwickle dich mit deinen Kund:innen weiter.
2. „Marketing fühlt sich irgendwie unecht an.“
„Ich will niemandem etwas aufschwatzen“ – das höre ich ständig. Besonders von Menschen, die mit Herz und Sinn arbeiten.
Aber: Marketing ist kein Zwang, sondern ein Einladen. Wenn du Menschen helfen kannst, dann ist dein Angebot ein Geschenk. Du musst niemandem etwas „verkaufen“ – du darfst einfach zeigen, was möglich wird, wenn man mit dir arbeitet.
Authentisches Marketing ist wie ein Gespräch, nicht wie ein Verkaufsgespräch.
3. „Ich bin zu spät – der Markt ist schon voll.“
„Es gibt schon so viele Coaches da draußen …“ Ja. Aber: Es gibt nur eine:n wie dich.
Die Menschen, die zu dir finden, wählen dich nicht wegen des Themas – sondern wegen deiner Haltung, deiner Geschichte, deiner Energie.Selbst in überfüllten Märkten entsteht Raum – wenn du klar und spitz positioniert bist.
Du brauchst nicht den ganzen Markt – du brauchst nur deine Community.
4. „Ich muss erst 1.000 Follower haben, bevor ich verkaufen kann.“
Reichweite ist kein Garant für Umsatz. Viele Coaches denken, erst mit großer Sichtbarkeit „darf“ man ein Angebot platzieren. Aber das ist falsch herum gedacht.
Ich habe mit Gründer:innen gearbeitet, die mit 300 Followern fünfstellige Umsätze gemacht haben – weil sie klar positioniert waren und echtes Vertrauen aufgebaut haben.
50 echte Kontakte sind mehr wert als 5.000 stille Mitleser:innen.
5. „Ich darf keine Hilfe annehmen – das muss ich allein schaffen.“
Gerade Coaches neigen dazu zu denken: „Ich muss es doch selbst hinkriegen – sonst bin ich nicht glaubwürdig.“ Doch genau das ist ein Trugschluss.
Selbst Coaches brauchen Coaches.Du musst nicht alles wissen. Du musst nur wissen, wen du fragen kannst.
Business ist kein Solo-Spiel – es ist ein Netzwerk, ein Lernprozess und ein wachsendes System.
6. „Ich brauche ein großes Startbudget für Branding und Technik.“
Viele starten gar nicht erst, weil sie glauben, sie brauchen sofort ein Hochglanz-Branding, eine eigene App oder ein Profi-Fotoshooting.
Die Wahrheit: Du brauchst Klarheit – keine Ausstattung.Ein starker One-Liner, eine einfache Landingpage und Social Media Profile reichen oft für die ersten zahlenden Kund:innen.
Erst wirken, dann wachsen. Erst testen, dann investieren.
7. „Ich kann nicht mehr verlangen als meine Konkurrenz.“
Viele unterbieten sich aus Unsicherheit. „Die anderen nehmen 80 Euro – mehr kann ich doch nicht nehmen …“
Doch: Preis hat nichts mit Vergleich zu tun, sondern mit Positionierung und Wert.Wenn du Klarheit über deinen Transformationsnutzen hast, kannst du auch Preise aufrufen, die dieser Wirkung entsprechen.
Du verkaufst nicht deine Zeit – du verkaufst eine Veränderung.
8. „Online oder Offline – ich muss mich entscheiden.“
Du musst dich nicht zwischen Zoom-Calls oder Live-Seminaren entscheiden. Im Gegenteil: Die besten Konzepte kombinieren beides.
Starte z. B. mit Online-Coaching oder digitalen Produkten – und ergänze es durch exklusive 1:1-Retreats, Workshops oder Events für Kundenbindung und Upselling.
Hybrid ist kein Kompromiss – es ist die Zukunft.
9. „Erst Marke aufbauen, dann verkaufen.“
Viele glauben, sie müssten monatelang an ihrem Brand Design, ihrer Website und ihren Farben feilen, bevor sie etwas verkaufen dürfen. Das ist ein Trugschluss.
Der beste Markenaufbau ist die echte Erfahrung deiner Kund:innen.Biete deine Dienstleistung so früh wie möglich an – und nutze das Feedback als Baustein deiner Marke.
Marke ist nicht, wie du aussiehst. Es ist, was andere über dich erzählen.
10. „Mein Angebot muss allen gefallen.“
Ein Klassiker. Viele wollen niemanden ausschließen – und verlieren damit Schärfe, Tiefe und Wirkung.
Je klarer dein Nein, desto stärker dein Ja. Wenn du weißt, für wen du nicht arbeitest, wird dein Marketing plötzlich magnetisch für die, die wirklich passen.
Positionierung ist kein Ausschluss – sie ist Einladung auf höchstem Level.
Fazit: Denk neu, fühl mutig, geh klar.
Diese Denkfehler sind ganz normale Begleiter auf dem Weg in die Selbstständigkeit – vor allem im Coaching- und Beratungsbereich.Sie sind menschlich, verständlich und oft tief verankert. Aber: Sie müssen nicht bleiben.
Sobald du beginnst, diese inneren Muster bewusst wahrzunehmen und liebevoll zu hinterfragen, öffnet sich der Raum für echte Klarheit, Leichtigkeit und Wachstum.Dann entsteht ein Business, das sich nicht nur gut anfühlt, sondern auch trägt – strategisch durchdacht, emotional verbunden und wirtschaftlich erfolgreich.
Und wenn du dir auf diesem Weg jemanden an deiner Seite wünschst – mit einem klaren Blick von außen, strukturierter Begleitung und ehrlicher, wirkungsvoller Marketingstrategie:Ich bin hier – bereit, dich zu unterstützen.
Sprich mich gerne an (hi@we-are-whitespace.com) und vereinbare deinen kostenfreien Kennenlern-Call in dem wir beide herausfinden, ob wir gut miteinander arbeiten können.
Ich freue mich darauf mehr über dich und dein Business zu erfahren.
Herzlichst,
Jen Gremm

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